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Sensurround

Das von MCA entwickelte Sensurround-Verfahren hatte zusätzlich zum Stereolichtton eine zusätzliche Magnettonspur, auf der nur extrem tiefe Frequenzen aufgenommen wurden. Das System gibt vor allem ein Rumpeln zwischen 16 und 120Hz wieder. Noch tiefere Frequenzen wurden vermieden, weil dann durch Resonanz Gebäude beschädigt werden könnten (die Legende berichtet dennoch von einigen beschädigten Kinos); die Subwoofer konnten einen Schalldruck von 110 bis 120dB erzielen. In den Kinos, die dieses System spielten, wurden nicht nur hinter der Leinwand eigens Verstärker und Basslautsprecher installiert, die als Effektlautsprecher bei tiefen Frequenzen eingesetzt wurden und die den ganzen Kinosaal in Schwingung versetzen sollten. Die tiefen Frequenzen wurden noch in Earthquake (1974) durch einen eigenen Verstärker erzeugt, die Tonspur des Films enthielt nur ein Steuersignal; schon in Midway (1976) war der tiefe Effektton unmittelbar auf der Tonspur aufgebracht.
Insgesamt sind nur eine Handvoll Filme zwischen 1974 und 1981 im Sensurround-Verfahren ausgeliefert worden. Die Filme Earthquake (1974) und Midway (1976) hatten dieses System auch in synchronisierter deutscher Fassung. Rollercoaster (1977), Battlestar Galactica (1978) und Zoot Suit (1981) kamen dagegen mit normalem Stereoton in den deutschen Verleih.