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Showscan

Showscan ist ein Format, das einen Film nicht mit 24, sondern mit 60 Bildern pro Sekunde bei einer Belichtungszeit von 1/125stel Sekunde aufzeichnet und vorführt. Dabei wird 65mm-Negativfilm verwendet, der auf 70mm-Positivfilm vorgeführt wird. Die Leinwand ist gebogen, ihre relative Brillanz wesentlich besser als normal. Showscan wurde 1976 von Douglas Trumbull für die Future General Corporation entwickelt, eine Tochter der Paramount Pictures Corporation. Für das Verfahren wurde er zusammen mit Geoffrey H. Williamson, Robert D. Auguste und Edmund M. DiGiulio mit einem Oscar geehrt (1992). Dass Trumbull ausgerechnet eine Frequenz von 60 Bildern pro Sekunde für sein Verfahren gewählt hat, ist durch eine Reihe von psychologischen und physiologischen Voruntersuchungen abgesichert: Die Menge an visueller Information, die maximal vom Sehnerv zum Gehirn übertragen werden kann, ist mit dieser Frequenz erschöpft, mehr wäre neuronal nach Trumbull nicht zu verarbeiten.
Trumbull versuchte, das Verfahren mit einer eigenen Firma auszuwerten. Showscan-Filme wurden in eigenen Kinos, die meist in Vergnügungsparks standen, gezeigt. Das Verfahren konnte sich aber nicht durchsetzen. Trumbull verkaufte 1994 das Patent an Imax Corporation und wurde Mitglied des Imax-Vorstandes.