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Simplifilm

Das Simplifilmverfahren ist ein Trickverfahren, mit dem es möglich ist, ganze Dekorationen, Gebäude, Landschaften durch eine Fotografie zu ersetzen. Kleine Fotos oder bemalte Glasplatten werden zu ähnlichen Zwecken wie bei der Vorsatzmalerei in geringster Entfernung vor der Kamera einer auf der Rückseite mattierten Sammellinse angebracht. In der Fotografie befindet sich eine Öffnung (z.B. den Umrissen einer Tür oder eines Torbogens folgend). Durch sie wird die Realszene aufgenommen. Eine zweite Linse bildet das entfernte Objekt (wie z.B. eine durch die Tür tretende Person) auf die Sammellinse mit der Photographie ab. Die Schärfentiefe ist unproblematisch – Realszene und Vorsatz befinden sich so in einer Bildebene. Angeregt durch Abel Gances Pictoscope wurde das Verfahren wurde 1943 von dem Production Designer Henri Mahé erfunden. Es war in unabhängigen Produktionen auf Grund seiner geringen Kosten sehr verbreitet; es wurde z.B. von dem französischen Kameramann Henri Alékan angewendet.