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Special Effects

auch: SFX

Spezialeffekte werden in der Filmarbeit immer dann eingesetzt, wenn zur Darstellung andere Objekte, Figuren und sichtbare Erscheinungen gefordert werden, die die vorfilmische physikalische Welt nicht bietet. Spezialeffekte wie künstlicher Nebel, Pyrotechnik, Modellaufnahmen und das gesamte Arsenal von Tricks im engeren Sinne helfen primär, bei der Herstellung der gesteigerten filmischen Illusion Produktionskosten zu sparen. Ihre Genese rührt historisch wesentlich von der Notwendigkeit her, die vorhandenen Produktionsmittel mit einem Höchstmaß an Effizienz einzusetzen. Die meisten wurden aus den Studios heraus entwickelt und das interne Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Die Erfinder von Special Effects sind hauptsächlich Kameraleute, Fotografen, Maler und Architekten. Die auf analogen Verfahren beruhenden optischen Effekte umfassen zum einen spezielle fotografische Trick-Techniken (solche, die mit und in der Kamera gemacht werden), zum anderen spezielle Manipulationen mit Elementen vor der Kamera (auch wenn diese normal filmt) wie die Modellaufnahme und die Animation von Figuren und Objekten. Im Computerzeitalter und mit dem so genannten digital compositing bzw. der Computeranimation übernimmt der Rechner immer mehr Funktionen der klassischen Special Effects-Erfindungsgabe.

Literatur: Giesen, Rolf: Lexikon der Special Effects [...]. Berlin: Lexikon Imprint Verlag 2001. – Netzley, Patricia D.: Encyclopedia of Movie Special Effects. Phoenix, Ariz.: Oryx Press 2000. – Perisic, Zoran: Visual Effects Cinematography. Boston: Focal Press 2000. – Pierson, Michele: Special Effects. Still in Search of Wonder. New York: Columbia University Press 2002.

Referenzen