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Spio

Kurzform der: Spitzenorganisation der Filmwirtschaft

Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO) ist der in Wiesbaden ansässige Dachverband von derzeit 18 Berufsverbänden der deutschen Film‑, Fernseh‑ und Videowirtschaft, die insgesamt über 1.100 Mitgliedsfirmen vertreten. Als Interessenvertretung der gesamten deutschen Film‑, Fernseh‑ und Videowirtschaft äußert sich die SPIO öffentlich zu ökonomischen, rechtlichen und politischen Fragen, die diese Branche betreffen, nimmt Stellung zu Gesetzesvorhaben und erfüllt für ihre Mitglieder Servicefunktionen. Präsident ist gegenwärtig (Stand: 2016) Alfred Holighaus. Eine Tochtergesellschaft der SPIO ist die seit 2002 als GmbH geführte Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Die SPIO führt auch ein Titelregister zur Registrierung von Urheberrechten an Filmtiteln.

Die erste Spitzenorganisation der Filmwirtschaft wurde am 19.10.1923 gegründet. Der Filmproduzent Erich Pommer wurde ihr Vorsitzender. 1928 entstand die gewerkschaftliche Parallelorganisation der Dacho. 1933 ging die SPIO in der neu gegründeten Reichsfilmkammer auf. Die Nachkriegs‑SPIO wurde 1950 in Wiesbaden gegründet und ist seitdem auch eine der Hauptträgerinnen des Deutschen Instituts für Filmkunde e.V. (DIF) (ab 1999: Deutsches Filminstitut - DIF). Im Dezember 1956 rief die SPIO die Deutsche Filmkünstlernothilfe ins Leben, eine gemeinnützige Stiftung zur Unterstützung notleidender Filmkünstler; im Januar 1966 gründete sie die Friedrich‑Wilhelm‑Murnau‑Stiftung.

Literatur: Spio (Hrsg.): Filmstatistisches Jahrbuch. Baden‑Baden: Nomos 1953ff, 2007ff. – Spio (Hrsg.): Titelregister. 1.1950 bis 1249.1989. – Mehrere Informationsdienste.

Referenzen