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Splatterfilm

Splatter ist ein lautmalerischer Begriff, der vom Geräusch an die Wand spritzenden Blutes stammt, und bezeichnet daher Szenen oder ganze Filme, die explizit-blutige Gewaltdarstellungen zum Inhalt haben. Während viele Horrorfilme mit Splatterszenen arbeiten, gibt es daneben Filme, die ähnlich wie pornographische Filme eine dünne Handlung konstruieren, um darin exploitativ Gewalt zu zeigen. Dario Argentos Filme gehören zu den Horrorfilmen mit Splatterszenen, Lucio Fulcis Filme sind dagegen reine Splatterfilme. Das Splatterkino ist eine Form des Effektkinos, bei dem die Narration oder Psychologie der Protagonisten nachrangig ist. Es handelt sich um eine no-future-Variante des Horrorfilms, in der die story wenig Bedeutung hat, sondern dazu dient, visuelle und akustische Schocksituationen herbeizuführen. Klassiker sind Night of the Living Dead (1968, George A. Romero) oder The Texas Chain Saw Massacre (1974, Tobe Hooper). Die drastische Inszenierung von Verstümmelungen und blutspritzenden Tötungen ist seit den 1980er Jahren keine Domäne der Splatterfilme mehr, sondern ist auch im mainstream-Film verwendet worden.

Referenzen