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spotting

An der spotting session nehmen neben dem Regisseur und dem Komponisten eines Films optionalerweise noch der music editor und der Produzent teil. Es geht darum, den Rohschnitt eines Films durchzusehen und festzulegen, an welchen Stellen Musik einsetzen soll, welche Aufgaben die Musik an den einzelnen Stellen zu erfüllen hat etc. Die Sitzung sollte auf jeden Fall stattfinden, bevor der Komponist an die Arbeit geht. Viele nehmen die Tatsache, dass die Musik erst in der spotting session vereinbart wird, als Hinweis darauf, dass die Festlegung der Musik zu den Prozeduren der Postproduktion gehört. Tatsächlich kennen die meisten Komponisten zumindest die story des Films natürlich schon vor der Sitzung.
Es gibt auch Fälle, in denen auf das spotting verzichtet werden kann: Godfrey Reggio etwa schnitt seinen Film Koyaanisqatsi (USA 1982) auf die schon vorliegende Musik von Philip Glass; auch bei Sergio Leones Il buono, il brutto, il cattivo (Italien 1966) lag die Musik Ennio Morricones schon Monate vor den Dreharbeiten vor.