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Stream

auch dt.; eigentlich engl.: stream = der Fluss, to stream = fließen, strömen

(1) Allgemein als Bezeichnung des Übertragungs-Vorgangs von AV-Texten aus Datenbanken im Internet. Meist werden die Daten nicht dauerhaft auf dem Endgerät gespeichert. Ob die Texte während des Vorgangs bereits besichtigt werden können, hängt von der Datenkapazität des Online-Zugangs ab – es kommt gelegentlich zu Digitalbildfehlern (glitches) oder Verzögerungen des abgespielten Titels (lags), wie auch zu ungewollten Unterbrechungen bei nichtausreichender Netzkonnektivität (die Inanspruchnahme von Buffering-Zeiten während des Downloads) . Die Bezeichnung des streaming – als Suggestion eines konstanten und unumkehrbaren Datenfluss es – erweist sich oft als Marketing-Versprechen, das durch die technischen Konditionen des Online-Zugangs beschränkt sein kann.

(2) streaming on demand = Streamen auf Anforderung

Diverse Online-Dienste (wie Netflix) ermöglichen es Zuschauenden, auf eine online-Bibliothek von AV-Texten auf zahlreiche Titel zuzugreifen, über sie unabhängig von Zeit und Ort verfügen können. Die Zuschauenden können während der Besichtigung der über TV-Geräte, Smart-TVs, Tablets und Smartphones final abgespielten Serien und Filme pausieren und sie zu einer anderen Zeit fortsetzen, wie auch in der Abspielzeit beliebig vor- und zurückspringen.

Literatur: Bury, Rhiannon / Li, Johnson: Is It Live or Is It Timeshifted, Streamed or Downloaded? Watching Television in the Era of Multiple Screens. In: New Media & Society 17,4, 2015, S.592-610.