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Survival‑Horror‑Filme

von engl.: survival = Überleben; manchmal äquivalent zu: backwood horror movies (Hinterwäldler-Horrorfilme) gebraucht

Augenblicksbezeichnung für ein Subgenre des Horrorfilms, in dem meist eine Gruppe von Jugendlichen von Psychopathen, Killern und Monstern gejagt wird und ums nackte Überleben kämpfen muss. Ein nahezu prototypischer Fall ist The Evil Dead (USA 1981, Sam Raimi) über fünf junge Leute, die einen Wochenendausflug in eine verlassene Waldhütte im südlichen Hinterland der USA unternehmen – und angeregt durch die Entdeckung eines mysteriösen Buches voller Beschwörungsformeln erwacht das Böse um die Hütte, nutzt die Körper der jungen Leute als Wirtskörper und tötet einen nach dem anderen (mit einem Überlebenden am Ende). Die Handlung derartiger Filme ist fast immer in abgelegener Natur angesiedelt, in manchmal größter Entfernung zur Zivilisation, eine Raumordnung, die durchaus lesbar ist als Symbolisierung einer Dezivilisierung und eines Überhandnehmens dunkler Gefahren und Begierden.

Literatur: Hand, Richard J.: Proliferating Horrors: Survival Horror and the Resident Evil Franchise. In: Horror film. Creating and marketing fear. Ed. by Steffen Hantke. Jackson: University Press of Mississippi 2004, S. 117-134. – Aldana Reyes, Xavier: Horror film and affect. Towards a corporeal model of viewership. New York/London: Routledge 2016, v.a. S. 111-120. – Markovitz, Jonathan: Female paranoia as survival skill. Reason or pathology in A Nightmare on Elm Street. In:  Quarterly Review of Film and Video 17,3, Oct. 2000, S. 211-220.