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Theaterdonner

wohl erst im 20. Jahrhundert üblich gewordene Bezeichnung; möglicherweise vom frz. coup de tonnere (= Donnerschlag) eingedeutscht

(1) Als Theaterdonner bezeichnete man eine Vorrichtung im Theater, mit der man ein donnerndes Geräusch imitieren konnte (wie etwa Gewitterdonner, Blitzeinschläge u.ä.).

Literatur: Nelle, Florian: Theaterdonner. Geräusch und Illusion um 1800. In: Hans‑Peter Bayerdörfer (Hrsg.): Stimmen - Klänge - Töne. Tübingen: Narr 2002, S. 493-506.

(2) Der Begriff wird aber bereits von Beginn an und heute praktisch ausschließlich als Metapher verwendet, meist im Sinne von „nur Schall und Rauch“. Oft ist auch vom Theatercoup die Rede, seinerseits wieder eine Bezeichnung von „Knalleffekten“.