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Ultra Panavision 70 (2,76:1)

auch: 65mm Panavision; Panorama 65; Panavision 70mm

Als MGM 1956 eine Neuverfilmung des Stummfilmklassikers Ben Hur plante, wandte man sich an Robert Gottschalk, den Präsidenten von Panavision, um in Kooperation der beiden Firmen ein optisches System zu entwickeln, das die gebräuchlichen anderen Optiken übertraf. Es entstand die MGM-Camera-65. Nach der Auflösung des Projektes und der technischen Entwicklungsabteilung der MGM entwickelte Panavision die Camera-65 eigenständig weiter. 1962 kam Ultra Panavision 70 als Nachfolgesystem bei den Dreharbeiten zu Mutiny on the Bounty zum Einsatz. Die Kamera hatte einen festen Kompressionsfaktor (1,25). Es wurde ein Bildfeld von 90° mit der Standard-Weitwinkelobptik der Kamera erfasst. Das Seitenverhältnis von 2,75:1 war noch breiter als Cinerama. Später wurden meist reduzierte 35mm-Scope-Kopien (2,35:1) für den Kinoeinsatz gezogen. Ultra-Panavision-70 wurde auch als Aufnahmeverfahren für Cinerama-Filme eingesetzt. 
 

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