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Ultraschall

engl.: (scene) floorplan, (scene) blueprint

In der Entwicklung der szenischen Auflösung eines Handlungsgeschehens spielen oft synoptische Lagepläne des szenischen Raums eine wichtige Rolle, auf denen alle raumbezogenen Bewegungen der Akteure vorgeplant und mit den Positionen und Bewegungen aller anderen Akteure koordiniert werden können.

Literatur: Raschke, Heiko: Szenische Auflösung. Wie man sich eine Szene erarbeitet. Konstanz: UVK 20Die Verwendung von sonographischen Verfahren als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und Veterinärmedizin sowie von technischen Strukturen wird umgangssprachlich meist Ultraschall genannt. Ultraschallbilder gehören zu den bildgebenden Verfahren und visualisieren visuelle eigentlich nicht zugängliche Gegenstände (in einer Weise, dass sie mit einem der Photographie ähnlichen semiotischen Bildschlüssel aufgefasst werden können, weshalb man auch von „Ultraschallbildern“ sprechen können). Für dramaturgische Belange von Bedeutung sind vor allem die Ultraschallbilder, die im Rahmen der Pränataldiagnostik gemacht werden und die (anders als in der Medizin, in der es eigentlich um die Früherkennung von Entwicklungsschäden geht) in der sozialen Kommunikation von Schwangeren als visuelles Zeugnis des noch nicht geborenen Kindes eingesetzt werden. Seit einigen Jahren werden sogar „Baby-Ultraschall-Filme“ angeboten, in denen nicht Einzelbilder, sondern ganze Abtastsequenzen filmisch dokumentiert werden.

Literatur: Mehaffy, Marilyn Maness: Fetal attractions. The limit of cyborg theory. In: Women‘s Studies 29,2, 2000, S. 177 194. 13 (Praxis Film. 73.).

von: James zu Hüningen