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Verleihvorkosten

auch: Verleihkosten- und gebühren

Alle Kosten, die ein Verleiher im Zusammenhang mit einem Kinostart insbesondere für Filmkopien und Werbung (Prints and Advertising, P&A) aufbringt, werden „Verleihvorkosten“ genannt, weil sie aufgebracht werden müssen, bevor der Film Gelder an der Kinokasse einspielen kann. Neben dem Werbevorspannfilm (Teaser und/oder Trailer) nennt die Filmförderungsanstalt eine ganze Liste von einzelnen Vorkosten:

Lavendelpositiv und Dupnegativ bzw. Interpositiv und Internegativ,
Synchronisation sowie IT-Band,
Kopienversicherung,
Negativ-Versicherung und sonstige filmbezogene Versicherung,
Beschichtung, Instandhaltung und Wiederherstellung der Kopien für Haupt-, Vorspann- und Beiprogrammfilm,
Herstellung des Werbevorspannfilms sowie der zur redaktionellen Berichterstattung bestimmten Materialien, z.B. electronic press kit und „making of“ (falls diese nicht vom Produzenten geliefert werden),
Standard-Werbematerial,
Kosten von Marketing-/Promotionagenturen,
Ur- und Erstaufführungswerbemaßnahmen, die sich unmittelbar an Filmbesucher richten,
filmbezogene Inserate in der Filmfachpresse und etwaige Filmpremierenveranstaltungen einschließlich der Ausrichtung von Tradeshows,
Produktionspresse sowie Verleihpresse und sonstige filmbezogene Promotion im Einvernehmen mit dem Produzenten,
Rechtsverfolgung gegenüber filmbezogenen Ansprüchen,
Abgaben, insbesondere Zoll im grenzüberschreitenden Verkehr,
SPIO-Filmsonderbeitrag,
Gebühren der FSK (und/oder der FBW),
Abrechnungskontrolle des Verleiherverbandes.