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Videophilie

Kofferwort von lat.: video (= ich sehe) + griech.: philos (= der Freund)

(1) Videophilie („Liebe zum Sehen“) ist eine Alternativbezeichnung für Voyeurismus – mit allerdings abgemilderten sexuellen Untertönen.

Literatur: Keßler, B.: Voyeurismus. In: Heterosexualität. Ein Leitfaden für Therapeuten. [...] Hrsg. v. Fred Christmann.  Berlin [...]: Springer 1988, S. 182-201.

(2) Heute vergangene Gelegenheitsbezeichnung aus der technikaffinen Publizistik für solche Nutzer, die Wert auf höchste technische Perfektion der Bilder jeweiliger Videotechniken und der Aufzeichnung von Filmen, TV-Programmen und ähnlichem legen. Es geht dann meist um die Beurteilung der Bildwiederholungsrate, des Farbsystems, der Kompressions- und Bewegungsartefakte, um die Größe von Leinwand oder Monitor etc. Der Begriff entstand Mitte der 1970er Jahre, als nicht nur Sony-Betamax, sondern etwas später auch Video-2000 und VHS-Video auf den Markt kamen (u.a. mit einem Newsletter The Videophile, das von 1976 bis 1981 erschien).

Referenzen