Metainformationen zur Seite
  •  

Vorderasiatisches Kino

Der Begriff bezieht sich allein auf die geografische Zuordnung von Filmen zu einer Weltregion und umfasst Produktionen aus dem Kaukasus (Armenien, Aserbaidschan, Georgien), der Türkei und dem Nahen Osten (Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien), der Arabischen Halbinsel (Saudi-Arabien, Jemen, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait) sowie Irak und Iran. Der Begriff dient als grobmaschiges Ordnungskriterium, ist bewusst verallgemeinernd und unscharf und nimmt keine Rücksicht auf die massiven kulturellen Unterschiede innerhalb Vorderasiens. Darüber hinaus impliziert er die Existenz einer aus westlicher Sicht weitgehend fremden Erzähltradition. Und: Das Etikett „vorderasiatisches Kino“ ist meist ein westliches, mit dem nur jene vorderasiatischen Filme bedacht werden, die im Westen überhaupt in die Kinos gelangen. Zu den Beispielen zählen Baycot (Mohsen Makhmalbaf, Iran 1985), Walsi petschorase (Lana Gogoberidse, Georgien 1992) und Kadosh (Amos Gitaï, Israel 1999).