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Vorwickler / Nachwickler

Film kann nicht – bei einer Belichtung von 16B/S oder mehr – ruckartig von der Film-Rolle heruntergezogen werden, das Filmmaterial würde reißen und es würde ein enormer Druck auf die Perforationslöcher ausgeübt werden müssen. Darum ist zwischen Vorratsrolle, auf dem der unbelichtete oder noch nicht gezeigte Film liegt, Bildfenster, durch das der Film belichtet bzw. projiziert wird, und Aufwickelrolle, auf die das belichtete oder projizierte Material aufgewickelt wird, das Doppel von Vor- und Nachwickler eingefügt. Dabei handelt es sich um kontinuierlich sich drehende Zahnrollen mit Andruckrollen, die den Film gleichmäßig und genau dosiert von der Vorratsrolle abziehen bzw. dem Zug der Aufwickelrolle zuführen. Zwischen die beiden Rollen und das Bildfenster ist der Film jeweils in eine Schlaufe zu legen – sie dient als Puffer, aus dem der Film mit dem Greifer ruckweise transportiert werden kann, ohne das Filmmaterial mechanisch allzusehr zu beanspruchen. Vor- und Nachwicklerrolle sind mit dem Greifer mechanisch synchronisiert, führen also nur so viel Material der Schlaufe zu oder aus der Schlaufe heraus, wie der Greifer es vor dem Bildfenster her transportiert. Bei jedem Greiferhub wird der Film um vier Perforationslöcher voran transportiert – und auch die Zahnrollen transportieren den Film in dieser Zeit um genau vier Perforationslöcher nach vorn.