Metainformationen zur Seite
  •  

Zeitreise I: Vorgeschichte

Der Gedanke, die irreversible Gerichtetheit unserer menschlichen Lebenszeit manipulieren zu können, ist ein alter Menschheitstraum. So hat auch die Idee, jene vierte Dimension, die bei der Bezwingung der drei anderen, die unser Raummodell ausmachen, immer mitzudenken ist, durch den Menschen und seine technologischen Errungenschaften beherrschbar zu machen, insbesondere die Literatur des 19. Jh. zu manchen phantastisch anmutenden Erzählungen bewegt. Gleichwohl kennt die antike Literatur bereits die Erfahrung temporaler Versetzungen, und aus der frühmittelalterlichen inselkeltischen Erzähltradition sind eigenständige Zeitreisegeschichten überliefert. Historisch bilden Mark Twains A Connecticut Yankee in King Arthur‘s Court (1889, ein arthurianischer Zeitreiseroman, seit 1921 mehrfach verfilmt) und H. G. Wells The Time Machine (1895, seit 1933 mehrfach, besonders erfolgreich USA 1959/60 und USA 2001/02 verfilmt) die grundlegenden literarisch-motivlichen Vorlagen für Verfilmungen von Zeitreisen.

Literatur: Foote, Bud: The Connecticut Yankee in the twentieth century: travel to the past in science fiction. New York: Greenwood Press 1991. – Lehnert-Rodiek, Gertrud: Zeitreisen: Untersuchungen zu einem Motiv der erzählenden Literatur des 19. u. 20. Jahrhundert. Rheinbach-Merzbach: CMZ 1987. – Nahin, Paul J.: Time machines: time travel in physics, metaphysics, and science fiction. 2. Aufl., New York: Springer 1999.

Referenzen