Lexikon der Filmbegriffe

Cache

von frz. cache = Kopiermaske; engl. = mask; im Dt. auch: Kasch

Ein Cache wird immer dann verwendet, wenn man den Bildausschnitt verändern will. Oft wird ein Cache eingesetzt, um das Bild breiter werden zu lassen, als es auf dem Film ist. Der Cache kann bei der Aufnahme in der Kamera und/oder beim Abspielen im Projektor gesetzt werden. Wird der Cache nur bei der Projektion gesetzt (was vorher aber beim Dreh schon festgelegt und dem Vorführer mitgeteilt werden muss), resultieren daraus im Fernsehen gelegentlich unschöne Szenen, in denen minutenlang ein Mikro ins Bild hängt (sehr unschön zu sehen in der Billardzimmerszene in Indecent Proposal, Adrian Lyne, 1992). Schuld daran ist der Cache, nicht ein Fehler des Kameramanns. Dies passiert fast ausschließlich bei Vollbildfilmen, die nämlich ursprünglich für eine „abgekaschte“ Kinovorführung gedreht wurden, weshalb der Kameramann sich auch nicht am Mikro außerhalb des markierten Bildbereichs störte. Wenn dann für die TV-Ausstrahlung der Film ins Vollbild gewandelt wird, werden oft die in der Projektion abgecachten Bereiche, die ja im Filmbild enthalten sind, mitkopiert, um seitlich nicht so viel wegschneiden zu müssen. Und so kommt das Mikro wieder ins Bild.

Referenzen:

cropping

flat widescreen

Kasch


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: TB


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