Lexikon der Filmbegriffe

Sleaze-Film

das engl. Adjektiv sleazy wird seit dem 17. Jahrhundert für dünnes, durchgescheuertes Gewebe gebraucht, übertragen zudem für ‚substanzlos‘; seit den 1940er Jahren meint es auch ‚verkommen, verwahrlost‘; das davon im Amerikan. rückgebildete Substantiv sleaze bedeutet seit den 1960er Jahren ‚Schmutz, Unmoral, Korruption; schäbiges, schlüpfriges, abstoßendes oder anstößiges Treiben‘ und wird auch auf einen spezifischen Umgang mit Sexualität übertragen

Der Ausdruck sleaze-film dient als negative Bewertungskriterium für Filme mit entsprechenden Darstellungen von Sexualität, gilt in der Pornoindustrie allerdings auch als Eigenbezeichnung, um als unmoralisch geltende bewusste Zusammenstellungen von Sexualität und Schmutz genüsslich auszubeuten. Sleaze-Filme können ggf. auch anderen Genres zugewiesen werden, so z.B. dem Horrorfilm und allgemein dem im Gewand des human interest Sensationen ausbeutenden Exploitationsfilm. 

Literatur: Hawkins, Joan: Sleaze-mania, Euro-trash, and high Art: the place of European art films in American low culture. In: Dies., Cutting edge: art-horror and the horrific avant-garde. Minneapolis: University of Minnesota Press 2000, S. 3-32. – McCarty, John: The sleaze merchants: adventures in exploitation filmmaking. New York: St. Martin's Press 1995. – Sexploitation filmmakers: wildest, sexiest, weirdest, sleaziest films: masters of the nudie-cutie, ghoulie, roughie, and kinkie. Ed. by Riccardo Morrocchi & Stefano Piselli. [...] Firenze: Glittering Images 1995; erw. Neuaufl. 1997 (Bizarre Sinema!.).
 

Referenzen:

Exploitation Film

gonzo movie

Hentai

nudie

roughie

Sexfilm

Sexploitation / Sexploitation Film


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: LK


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