Lexikon der Filmbegriffe

Caper-Movie

Das big caper ist ein „großes Ding“, ein komplizierter Einbruch oder Raub, der zum Mittelpunkt eines Krimis wird. Der Einbruch ist meist die zentrale Szene des Films, er ist Spannungshöhepunkt und dramatisches Zentrum. Oft sind die Mitglieder der Gruppe, die das big caper ausführt, individuell sehr unterschiedliche Spezialisten, die erst unter der Anspannung des Coups ihre Leistungshöhepunkte finden. Ursprünglich stammt der Motivkreis aus den 1930er und 1940er Jahren, erreichte seine Höhepunkte aber in den 1950er und 1960er Jahren. Jules Dassins Rififi chez les Hommes (1956) gilt als Klassiker des Genres – der Film enthält eine 26minütige stumme Caper-Szene, die ihre Spannung ausschließlich aus stummer Handlung und Geräusch gewinnt. Stanley Kubricks The Killing (1956), Jules Dassins Topkapi (1963), Jean-Pierre Melvilles Le Cercle rouge (1970), William Friedkins Satire Big Job at Brink‘s (aka: The Brink‘s Job, 1978) – jeder dieser Filme ist zentriert um die Caper-Szene als eigentliches Zentrum. 
 

Referenzen:

Coup

heist movie

Rififi-Thriller


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: TB HJW


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