Lexikon der Filmbegriffe

Tantieme

frz.: tantième; engl.: share of profits

(1) Tantiemen bemessen sich am Gewinn oder Umsatz eines Unternehmens. So zahlen viele Verlage ihren Autoren keine festen Gagen, sondern beteiligen sie am Umsatz und zahlen nur für tatsächlich verkaufte Bücher einen Gewinnanteil. Mittels eines solchen Umlageverfahrens lassen sich Gewinnrisiken minimieren. Im Film sind Gewinnbeteiligungen für die meisten Beteiligten eher selten. Das Standardverfahren ist die Auszahlung einer festen, vertraglich vereinbarten Marge, mit der die Rechte am Produkt abgegolten werden.
(2) Gebräuchlich vor allem im Musikbereich - hier spricht man von Tantiemen, die ein Besitzer von Urheberrechten an einem Stück einnimmt für alle Nutzungen, die sich für das Stück ergeben. Ähnlich nennen sich auch die umsatzabhängigen Abführungen an die GEMA Tantiemen.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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