Lexikon der Filmbegriffe

Zyklus II: Erfolgsvariation

Abweichend von der aus der Literaturgeschichte bekannten Verwendung von Zyklus dient der Begriff manchmal auch zur Bezeichnung einer Reihe von Filmen des gleichen Genres, das in kurzer Zeit von einem oder von mehreren Studios produziert wurde (vor allem im Bereich der Science Fiction und des Krimis): Ein oft genanntes Beispiel ist der Zyklus der Edgar-Allen-Poe-Adaptionen der 1960er Jahre; aber auch der viel umfangreichere und vielgestaltigere klassische film noir wird oft als ‚Zyklus‘ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Filmen, die versuchen, einen publikumswirksam adaptierten Stoff und seinen ökonomischen Erfolg zu wiederholen. Darum geht es in solchen Zyklen nicht darum, ein thematisches Zentrum zu umkreisen und Wiederholung zu vermeiden, sondern vielmehr darum, durch minimale Variation sich so weit wie möglich an das Vorbild zu assimilieren. Wie weit die Grenzen des Zyklus dabei ausgedehnt werden können, ist im Einzelfall durchaus strittig.

Referenzen:

Produktionszyklus

Serienfilm


Artikel zuletzt geändert am 04.01.2012


Verfasser: HJW


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