Lexikon der Filmbegriffe

Photogrammetrie

Zwei Bilder desselben Gegenstandes, die von verschiedenen Perspektiven aufgenommen worden sind, werden in einem 3D-Betrachter so aufeinander bezogen, dass der Rechner eine dreidimensionale Repräsentation des Gegenstandes anfertigt. Dazu werden am Objekt übereinstimmende Orientierungspunkte (Marker) gesucht, die die beiden Ausgangsbilder zu integrieren gestatten und die Bild- als Raumpunkte berechenbar werden lassen. Photogrammetrische Verfahren und die aus ihr resultierenden topographischen Objekt- und Landschaftsmodelle werden in vielen Anwendungsbereichen verwendet: in der Architektur, in der Kartographierung von Kunstwerken, in der Landschafts- und Stadtplanung, zu militärischen, aber auch zu medizinischen Zwecken.
Die Photogrammetrie ist eine wichtige Disziplin der technischen Photographie geworden. Sie hat mit der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation (DGPF) e.V. auch zur Gründung einer Fachgesellschaft geführt, die schon 1911 als „Sektion Deutschland der Internationalen Gesellschaft für Photogrammetrie“ ihre Arbeit aufnahm.


Artikel zuletzt geändert am 25.07.2011


Verfasser: JH


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