Lexikon der Filmbegriffe

Imax

Kofferwort aus maximum image

Imax
ist die Bezeichnung für ein Filmprojektionssystem, das erstmals 1970 auf der Weltausstellung in Osaka vorgeführt wurde. Es geht darum, durch eine Vergrößerung des Bildes eine wesentlich bessere Projektions-Qualität zu erreichen. Verwendet wird das sogenannte 70mm-Megaformat, bei dem das Bild quer auf dem 70-mm-Filmstreifen liegt und mit einem Kader-Format von 50x70mm insgesamt etwa zehnmal größer ist als das normale 35mm-Bildkader.
1973 wurde der erste Imax-Dome mit kuppelförmiger Leinwand in Toronto – am Sitz der Imax Corporation – eingeweiht, die das Gesichtsfeld des Zuschauers vollständig ausfüllte. Das erste europäische Imax-Filmtheater öffnete 1983 im National Museum of Photography, Film, and Television in Bradford (Grossbritannien). 1997 wurde die Imax Corporation für ihre wissenschaftlichen und technischen Verdienste mit dem Oscar ausgezeichnet. Weltweit gibt es inzwischen etwa 227 Imax-Kinos in 31 Ländern (Stand: 2001).
Imax-Filme werden mit speziellen Kameras gedreht, die etwa 30kg schwer sind. Da das Magazin nur 300m fasst, muss der Film alle drei Minuten gewechselt werden. Die Herstellung einer Kopie für die Kinos kostet etwa $20.000. Bei der Projektion wird der Film an die Linse gesaugt, um Unschärfen zu vermeiden. Die Lampe hat eine Leistung von 17.000 Watt, während im normalen Kino 2.000 bis 4.000 Watt genügen. Die Leinwand hat eine spezielle reflektierende Beschichtung und ist bis zu 30x25m groß.


Artikel zuletzt geändert am 15.07.2011


Verfasser: JH


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