Lexikon der Filmbegriffe

Imax-3D-System

Das Imax-3D-System wurde erstmals auf der Expo 1986 in Vancouver, mit verbessertem Verfahren auf der Expo 1990 in Osaka vorgestellt. Dabei wurden wie bei anderen Stereo-Verfahren zwei seitlich versetzte Bilder mit einer „zweiäugigen“ Kamera aufgenommen. Im Kinosaal wurden beide Bilder gleichzeitig von zwei Projektoren mit Polarisationsfiltern auf die Leinwand geworfen. 1994 führte man das neue 3D-Projektionsverfahren ein. Hier wird das Bild auf eine plane oder eine Kuppelleinwand mit einem Durchmesser von bis zu 27m und einer Fläche von 1000qm und mehr projiziert. Die Filter in der Polarisationsbrille lassen rechts nur Lichtwellen hindurch, die waagerecht schwingen, und links nur solche mit senkrechter Schwingungsebene. In einigen Imax-Kinos wird auch das Verschlussverfahren benutzt, das mit einer infrarotgesteuerten Spezialbrille arbeitet: In den Gläsern befinden sich Flüssigkeitskristalle, die im Takt des Kinoprojektors 90mal pro Sekunde abwechselnd das linke und rechte Auge verdunkeln.
Weltweit gibt es etwa 110 Imax-Theater, in denen 3D-Filme gezeigt werden können (Stand: 2001). Der erste Spielfilm im 3D-Imax-Verfahren war Wings of Courage (1995) von Jean-Jacques Annaud. Bislang wurde - neben einer ganzen Reihe effektvoller Sachfilme über Extremlandschaften, prähistorische Naturszenarien u.ä. – erst ein knappes Dutzend Imax-3D-Spielfilme produziert. Der Einsatz von 3D-Filmen in Imax-Rides ist inzwischen aus Kostengründen eingestellt worden.


Artikel zuletzt geändert am 15.07.2011


Verfasser: JH HM


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