Lexikon der Filmbegriffe

Maquette

frz.: ‚Entwurf‘, ‚Skizze‘, ‚verkleinertes Modell‘

Maquette
bezeichnet gemeinhin die „Szenenbildzeichnung“. Daneben haben sich zwei eigene Verwendungen eingebürgert: (1) Wenn künstliche Akteure im Filmtrick in die Handlung einbezogen werden – Figuren wie King Kong oder andere phantastische Tiere, Wesen der Unterwelt etc. –, wird meist eine verkleinerte Skulptur des Wesens angefertigt. Sie dient dazu, allen Beteiligten die Visualisierung des künstlichen Mitspielers zu erleichtern und eine dreidimensionale Anschauung desselben zu ermöglichen. Maquetten werden außerdem dazu benutzt, die Animation als gezeichnete Figuren zu erleichtern. Manchmal werden sie auch dazu verwendet, dem Wesen Farbvorstellungen zuzuordnen oder sogar Farbschemata zu entwickeln (wie in E.T. – The Extra-Terrrestrial, 1978, oder Jurassic Park, 1993). Ein Beispiel ist die teil-computer-animierte 1997er Version von The Lost World, in der für jeden Dinosaurier eine Maquette angefertigt wurde, die der Animation der Figuren zugrundelag. (2) Auch Masken von besonderen Akteuren werden zunächst als Maquetten ausgeführt, um einen Eindruck der gesamten Figur gewinnen zu können. Erst wenn das Modell von den Ausführenden akzeptiert ist, beginnt die Arbeit des Maskenbildners an der Ausarbeitung der tatsächlichen Maske.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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