Lexikon der Filmbegriffe

Geräusch

engl.: ambient sound

Jede Szene enthält Geräusche einer gewissen Art. Jeder Raum gibt Geräusche in besonderer Art und Weise wieder. Beides ist bei der Tonaufnahme und -mischung zu beachten. Eine Szene, die nur den Dialog ohne das Umgebungsgeräusch enthält, wirkt hohl und künstlich. In der Regel wird das Geräusch mit einem separaten Mikrophon aufgenommen und später in der Mischung von einem eigenen Band zugemischt. Bei dieser Aufnahme ist darauf zu achten, dass die Geräuschqualitäten des Raums – Stärke des Grundgeräusches, Hall-Eigenschaften usw. – erfasst werden, ansonsten es schnell zu einer Irritation zwischen visueller und akustischer Information kommen kann. Geräusch ist – neben Dialog/Sprache und Musik – eine der grundlegend verschiedenen Arten des Tons im Film. Stärker als die beiden anderen Ton-Schichten ist das Geräusch diegetisch gebunden – extradiegetisches Geräusch ist nur äußerst selten und dann oft experimentell eingesetzt worden; so hört man in Michael Snows Seated Figures (1988) Geräusche aus einer Vorführkabine, die vom Gezeigten vollständig unabhängig sind.

Referenzen:

Atmo

foley

foley artist


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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