Lexikon der Filmbegriffe

hook

wörtlich: Angelhaken

Der bildliche Ausdruck hook ist in der Drehbuchliteratur gebräuchlich und bezeichnet die Prozesse, die einen Leser oder Zuschauer so in die Rezeption eines Textes verwickeln, dass er sie bis zum Ende durchführen will („Zuschauer am Haken“), sowie die dazu verwendeten Mittel. In einem TV-Drehbuch bezeichnet hook ein Ereignis oder ein Dialogstück, das am Ende der Szene unmittelbar vor der Werbeunterbrechung platziert ist und das die Aufmerksamkeit des Publikums aufrechterhalten soll. In dramatischen Programmen werden hooks eher als Aktionen ausgeführt, in komischen Formen verbal. Derartige „Haken“ gehören zu den Cliffhangern und regulieren Spannungsschübe.
Eher inhaltlich bestimmt ist der hook in der Drehbuchliteratur. Dort ist er in der Eröffnungsszene eines Film lokalisiert und bezeichnet genau diejenigen Strategien und Informationen, die zu Beginn der Lektüre die Neugier des Zuschauers anstacheln. Verwendet werden kann alles, um die Funktion des „Hakens“ zu erfüllen – ein rätselhaftes Motto, ein Verbrechen oder ein Unglück (oder noch besser nur deren Erwähnung), die verlockende Beschreibung einer Figur, kaum integrierbare Elemente eines geheimnisvollen Geschehens usw. Ein hook lässt sich nur funktional bestimmen, seine textuellen Funktionen erscheinen nachgeordnet – er kann also erfolgreich oder erfolglos sein, je nachdem er den Zuschauer dazu anstachelt, die Geschichte tatsächlich wissen zu wollen.

Referenzen:

marketing hook


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: JH


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