Lexikon der Filmbegriffe

romp

vom engl. Verb to romp = ‘ausgelassen, rauh, ungestüm spielen, herumtollen, draufhauen, einen draufmachen’ (18. Jahrhundert) abgeleitetes Substantiv, das zum ersten Mal 1734 in Henry Fieldings sozialsatirischem Roman The Universal Gallant in einem medienwissenschaftlichen Kontext auftaucht und dort zur Qualifizierung eines Theaterstücks verwendet wird. Die heutige Hauptbedeutung ‘Klamauk, Klamotte, Machwerk’ im Zusammenhang mit Spielfilmen wurde von der Sensationspresse eingeführt, jedoch findet der Ausdruck auch in der seriösen feuilletonistischen Kritik recht häufig Verwendung für ohne großen künstlerischen oder ästhetischen Anspruch zuweilen augenzwinkernd gefertigte, tolldreist-vergnügliche Bücher, Theaterstücke oder eben auch Spielfilme.
Das Wort kommt zudem häufig mit der journalistischen Nebenbedeutung ‘Streifzug, Parforceritt, Beutezug’ (a romp through history etc.) vor und wird auch zur Bezeichung freizügiger sexueller Betätigungen verwendet, wobei sich diese Bedeutungskomponenten mit den oben genannten mischen können.


Artikel zuletzt geändert am 24.07.2011


Verfasser: LK


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