Lexikon der Filmbegriffe

Ampex

Die Ampex Electric and Manufacturing Company wurde 1944 von Alexander M. Poniatoff in Kalifornien gegründet; der Name ist Akronym der Namen Poniatoffs zzgl. eines „ex“ von excellence. Eine ganze Reihe bedeutender Erfindungen zur Audio-, Video- und Daten-Technik – vor allem für den professionellen und militärischen Gebrauch – gehen auf Ampex zurück: Seit 1948 ist das Ampex Model 200 eines der meistverwendeten Tonbandgeräte. 1954 stellte die Firma das erste Magnettonsystem für Kinos vor (für Todd-AO); 1956 folgte der erste Videorekorder (VRX-1000, später umbenannt in Mark IV), 1964 der weltweit erste Farb-Videorekorder, und auch das Prinzip der Schrägspuraufzeichnung, das in allen gängigen Videorekordersystemen bis heute angewendet wird, geht auf die Entwicklungsabteilungen von Ampex zurück (vorgestellt 1961). Außerdem stammen zahlreiche Schnitt- und Trickverfahren für die professionelle Fernsehberichterstattung aus dem Hause, so 1967 der erste tragbare VTR (VR-3000). Mit dem 1976 vorgestellten Videorekorder VPR1 (1978 folgte VPR2) wechselte der professionelle MAZ-Standard vom Zweizoll- zum Einzoll-Band. In den 1980er Jahren folgen digitale Geräte, die Firma stellt das D2-System vor (1988) sowie das DST-Postproduktionssystem (seit 1992). Im professionellen Boadcasting-Geschäft nimmt Ampex bis heute eine führende Rolle ein. Die Ampex Corporation erhielt 1960 einen Technik-Oscar und bislang 11 Emmys. 


Artikel zuletzt geändert am 16.07.2011


Verfasser: JH


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