Lexikon der Filmbegriffe

Kieft & Kieft

1948 übernahm der ehemalige Landwirt Albert Kieft das Filmtheater Lichtspiele Hoffnung in Lübeck. Marlis und Heiner Kieft, zwei von Alberts fünf Kindern, traten 1979 in den Betrieb des Vaters ein. Seitdem haben sie ihn kontinuierlich vergrößert und ihn 1993 – mit Anbruch der Multiplex-Ära – in CineStar – Der Filmpalast umbenannt. Marlis Kieft leitet bis heute das operative Geschäft, Heiner Kieft die Entwicklung neuer Standorte. Besondere Ehrung erfuhr die Kieft-Gruppe mit der Verleihung des International Exhibitor Awards, des bedeutendsten Preises für Kinobetreiber, der im Frühjahr 1997 auf der ShoWest in Las Vegas an die Kieft-Gruppe vergeben wurde. Das Preiskomitee würdigte damit sowohl die Qualität der Kinos als auch die der Programmauswahl. Seit 1998 ist der australische Kinokonzern Greater Union mit 50% an der Firma beteiligt. Der Konzern expandiert zunehmend in das europäische Ausland (Österreich, Holland, Italien, Tschechien). 2003 übernahm Kieft & Kieft 31 Kinos der insolventen Ufa und ist mit 97 Kinos (616 Leinwände) und 145.000 Sitzplätzen inzwischen das größte Kinounternehmen der BRD (20% Marktanteil). Das Unternehmen beschäftigt 4.000 Mitarbeiter und setzt 180 Mill. € um (Stand: 2002).


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH


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