Lexikon der Filmbegriffe

Kinoketten

engl.: circuit

Die größten Kinoketten in den USA gehörten den führenden Hollywood-Studios, bis in den späten 1940ern ein Anti-Trust-Urteil gegen die Paramount die Studios dazu zwang, die Ketten aus den Konzernen herauszulösen. In Großbritannien waren ABC (die der Associated British gehörte), Odeon und Gaumont (die beide von der Rank Organization kontrolliert wurden) die bedeutendsten Kinoketten. Heute ist die United Artists Thetare Circuit in den USA der größte derartige Zusammenschluss – ihr gehören 2.500 Leinwände an. Kinoketten haben große Marktmacht und können oft besondere Verträge mit den Verleihen schließen, sie können Filme zu Erfolgen machen oder sie am Markt verhindern. So haben in Deutschland die Kinoketten Cinestar, CinemaxX und UCI den Film Sin City (2005) noch vor dem Start aus dem Programm genommen, weil sie mit den Preisforderungen des Buena-Vista-Verleihs nicht einverstanden waren. Aufgrund ihres unwägbaren Einflusses auf den Kinomarkt werden die Ketten von den Kartellbehörden seit Jahrzehnten beobachtet. 
 

Referenzen:

Balaban & Katz

CinemaxX-Kinos

Cineplex Deutschland

Kieft & Kieft

Odeon

Paramount case

RKO Theatres Corp.

Ufa-Theater AG

United Cinemas International (UCI)


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: HHM


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