Lexikon der Filmbegriffe

Exklamation

Die Gemachtheit des Bildes ist ein production value, ein Wert, der dem Bild anzusehen sein muss. Diese Funktion kann man exklamatorisch nennen – die Synthetisierung des Bildes ist sichtbar, sie bildet den Rahmen einer wiederum ästhetischen Wahrnehmung. Die Andersartigkeit des digital erzeugten Materials wird so z.B. in Star Wars II (2002) unterstrichen. Das Exklamatorische kann (1) am Bild selbst (wie an den deutlichen Bezügen zur Bildwelt des Rokoko in Kubricks Barry Lyndon), (2) am Modell des Objektes oder am Objekt selbst, das vor der Kamera gewesen ist (wie an den Stadtlandschaften in Blade Runner), (3) an der Perfektheit des Tricks (in Filmen wie King Kong oder in Titanic) oder aber (4) an der Unmöglichkeit der Wahrnehmung, die das Bild reportiert, festgemacht werden (wie in den physikalisch unmöglichen Bewegungsabläufen in Kubricks 2001).

Referenzen:

Reflexivität


Artikel zuletzt geändert am 19.01.2012


Verfasser: HJW


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