Lexikon der Filmbegriffe

Sensorama

1961/62 stellte der Kameramann Morton Heilig Sensorama vor – eine multisensorische Apparatur, die für einzeln betrachtende Zuschauer gemacht war. Sensorama war ein 3D-Verfahren, dessen Aufnahmen mit zwei 35mm-Kameras und 16mm-Optiken gemacht wurden, so dass weitwinklige Aufnahmen zustande kamen. Außerdem trugen die Positive Magnetstreifen, die einen Stereoton unmittelbar neben dem Kopf des Betrachters ermöglichten. Außerdem konnte der Apparat in sich vibrieren und Hitze und Wind erzeugen. Dazu liefen Filme über Motorradfahrten in Brooklyn oder den Tanz einer Bauchtänzerin. Es ging Heilig um ein multisensorisches Kino, das er „Realitätsmaschinen“ (reality machines) nannte und die zukünftig als ein „Theater der Erfahrungen“ (experience theatre) den Zuschauer in eine synthetische Erfahrungswelt eintauchen lassen würden. Sensorama gilt heute als Vorläufer des Immersionskinos.

Literatur: Rheingold, Howard: Virtual reality. London: Secker & Warburg/New York: Summit 1991.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: HJW


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