Lexikon der Filmbegriffe

Fox Grandeur (2,13:1)

auch: Grandeur

Von 1928 bis 1931 experimentierte Fox Film mit einem 70mm-Format, das die Firma „Grandeur“ nannte. Erfunden hatte Earl I. Sponable, der technische Direktor der Fox das Verfahren, das sich vor allem durch eine exzellente Tonaufzeichnung auszeichnete (7mm breit war die Tonspur gegenüber 2mm auf 35mm-Standardfilm). Bei einem Bildformat von 22,5x48mm (Höhe: vier Perforationslöcher) war ein höchstauflösendes Projektionsbild möglich. Es entstanden Musicals wie Fox Movietone Follies of 1929 (zugleich Uraufführung des Verfahrens am 17.9.1929) oder Happy Days (1930), aber auch Western wie The Big Trail (1930). Das Verfahren konnte sich kurze Zeit auch am Markt bewähren, weil Mitchell Kameras und Projektoren konstruierte, die einen schnellen Wechsel auf 35mm-Standardmaterial gestatteten, so dass mit den gleichen Geräten in beiden Verfahren gearbeitet werden konnte. Dennoch waren die Kosten enorm hoch, mussten doch Filme wie Song o‘ My Heart (1929), die sowohl im Grandeur- wie im 35mm-Format ausgewertet werden sollten, zweifach aufgenommen werden.


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: JH


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