Lexikon der Filmbegriffe

Farbtemperatur

Mit dem Begriff Farbtemperatur bezeichnet man in der Physik die Eigenschaft eines glühenden Metallrohrs (des Planckschen Schwarzen Strahlers), bei einer bestimmten Temperatur ein Licht gleicher spektraler Verteilung wie eine Lichtquelle auszusenden. Die Maßeinheit der Farbtemperatur ist Kelvin (K). Bei hohen Glühtemperaturen, z.B. 5500 Kelvin, überwiegt die kurzwellige Strahlung des blauen Spektralbereichs, während bei niedrigen Glühtemperaturen (z.B. 3200 Kelvin) langwellige Strahlung mit überwiegend roten bis gelben Spektralanteilen vorherrscht. Der Begriff Farbtemperatur gilt nur für Temperaturstrahler, z.B. Halogenlampen, nicht jedoch für die häufig verwendeten Lumineszenzstrahler wie z.B. Leuchtstoffröhren, die kein kontinuierliches Spektrum aufweisen.
Höhere Farbtemperatur weist auf ein helles blaues Licht hin. Typische Farbtemperaturen sind 2.800K (Glühlampen), 3.000K (Halogen), 4.100K (hellweißer Leuchtstoff) und 5.000K (Tageslicht simulierender Leuchtstoff). Tageslicht hat eine Temperatur von 5.400-5.600K (im Tagesverlauf etwas schwankend). Für die unterschiedlichen Farbtemperaturen werden verschiedene Filmmaterialien (Tageslichtfilm, Kunstlichtfilm) verwendet, die die Farben trotz unterschiedlicher Lichtzusammensetzung ausgleichen.

Referenzen:

Aktinität

Kunstlichtleuchten

Tageslichtleuchten


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH WS


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