Lexikon der Filmbegriffe

Majors: Major-Verleihe

Nach dem Zusammenbruch des Studiosystems infolge des Paramount-Urteils, das zur Trennung von Studios und Verleihen führte, kam es zunächst zur Herausbildung neuer Produktionsstrukturen, in denen die Stars größere Bedeutung erlangten, sowie schließlich zur Transformation der traditionellen Studios in internationale Medien-Mischkonzerne. Für das Kino-Geschäft entstand aus den alten Firmen eine Reihe von Verleihen, die den Vertrieb großer amerikanischer Studios übernahmen, und diese neuen „Majors“ sind z.T. Neugründungen oder Ausgründungen der alten Konzerne – MGM (als Verbindung von MGM und United Artists), 20th Century Fox, Sony Pictures Entertainment (als Verbindung von Columbia und Tri-Star), Warner Bros., Paramount, Universal und Disney in Gestalt von Buena Vista. Diese Gruppe von Verleihen bringen etwa 50% der Filme an den US-Markt, kontrollieren damit aber annähernd 90% des Einspielergebnisses. Ähnliche Dominanz haben sie in den internationalen Märkten. 1989 schlossen sich Paramount, MGM und Universal zum international operierenden Verleih der United International Pictures (UIP) zusammen. Neben den Major-Verleihen operieren Orion, Tri-Star (heute Teil des Sony-Konzerns) und Embassy als amerikanische Mini-Majors.


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: JH


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