Lexikon der Filmbegriffe

Writer's Guild of America (WGA)

Hollywood-Drehbuchautoren hatten sich zuerst im Jahre 1921 als Teil der 1912 gegründete Author’s League in die „Screen Writers Guild“ organisiert. Doch in den ersten Jahren hatte die Guild eher Clubcharakter. Ab 1933 versuchte eine Gruppe unter Führung ihres Präsidenten John Howard Lawson (später einer der „Hollywood Ten“), die Guild zu einer echten Gewerkschaft umzuformen, was ihnen aber erst im Jahre 1939 gelang, als sie in Tarifverhandlungen mit den Produzenten eintraten. Ein Vertrag wurde endlich im Jahre 1942 unterschrieben. In der Zwischenzeit hatten sich aber auch Autoren für Hörfunk und das aufkommende Fernsehen innerhalb der Author’s League organisiert, was zu Kompetenzüberschneidungen führte. Ab 1949 kam es dann zu einer Reihe von Sitzungen in New York, an denen Vertreter der Authors Guild, Dramatists Guild, Radio Writers Guild, Television Writers Group and Screen Writers Guild teilnahmen und eine neue Organisationsform zu finden versuchten, die 1954 mit der Gründung der Writers Guild of America East und WGA West abgeschlossen wurde, die östlich bzw. westlich des Mississippis alle Tarifverhandlungen für Autoren in Film, Radio, TV und neuerdings Neuen Medien führen. Im Oktober 1959 kam es zu einem achtmonatigen Streik gegen die Film- und TV-Produzenten sowie die großen TV-Networks, der erst im Juni 1960 beigelegt wird und zu einem neuen Grund-Vertrag führte. Weitere Streiks gegen die Produzenten fanden 1973, 1981, 1985 und 1988 statt. Die Zeitschrift der Writers Guild erscheint seit 1965 unter verschiedenen Namen, zuletzt seit 1997 als Written By.

Literatur: Schwartz, Nancy Lynn: The Hollywood writers‘ war. New York: Knopf 1982.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JCH


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