Lexikon der Filmbegriffe

Konglomerate: große Übernahmen

Nach den ersten Diversifizierungen der Firmenstrukturen der Studio-Ära in den 1960er Jahren haben sich seit den späten 1980ern weltweit internationale Medienkonzerne zusammengefunden, die zum Teil erhebliche Summen für die Übernahme angestammter Medienunternehmen, Studios, Fernsehkanäle oder -netze bezahlt haben. In aller Regel sind die neugebildeten Firmen international und multimedial orientiert, haben starke Fernsehinteressen und integrieren verschiedenste Produktionsbereiche der Medien. Die Summen, die dazu aufgewendet wurden, deuten darauf hin, dass die Kommunikationsindustrie zu den größten Industrien der westlichen Welt zählt. Die kapitalintensivsten Übernahmen sind die folgenden:

– Viacom übernimmt am 7.9.1999 CBS zu einem Preis von 34,9 Milliarden US-$;
– Walt Disney erwirbt Capital Cities/ABC zum Preis von 18,28 Milliarden US-$ (am 31.7.1995; effektive Übernahme am 9.2.1996);
– Time Inc. übernimmt Warner Communications für 15,11 Milliarden US-$ (am 4.3.1989, Vertrag umgesetzt am 10.1.1990);
– Viacom kauft am 9.9.1993 Paramount Communications für 9,47 Milliarden US-$ (Vertrag umgesetzt am 7.7.1994);
– Time Warner fusioniert am 29.8.1995 mit Turner Broadcasting für 9,1 Milliarden US-$ (effektiv am 10.10.1996);
– Viacom übernimmt Blockbuster Entertainment für 8,49 Milliarden US-$ (am 7.1.1994, umgesetzt 29.9.1994);
– Matsushita Electric Industrial kauft MCA/Universal für 7,66 Milliarden US-$ (24.9.1990, umgesetzt 3.1.1991) (andere Quellen geben 6,59 Milliarden US-$ an);
– Clear Channel Communications übernimmt am 7.10.1998 Jacor Communications für 6,35 Milliarden US-$ (umgesetzt 4.5.1999). 


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH


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