Lexikon der Filmbegriffe

Landmark Theatres

Die Landmark Theatres sind die größte Art-House-Kinokette der USA. Sie wurde 1974 mit dem Ankauf des Nuart Theatre in Los Angeles gegründet; schnell öffneten weitere Kinos, die täglich das Programm wechselten. Neben den Filmfans waren es vor allem studentische Zuschauer, die das Programmkino-Konzept der Kette nutzten. Zu den Filmen, die durch die Landmark-Aufführungen populär wurden, zählen Harold and Maude (1971) oder Pink Flamingos (1972). Zur Information des Publikums brachte die Kette erstmals monatliche Programmpläne heraus. Unkonventionelles Marketing blieb ein Markenzeichen; so wurden Live-Stripper für The Full Monty (1997) engagiert, Eat, Drink, Man, Woman (1994) wurde mit Kochdemonstrationen beworben, Regisseure eingeladen, Kurzfilmfeste veranstaltet und dergleichen mehr.
Die Kette wuchs bis Ende der 1970er Jahre zur größten Programmkino-Kette heran. Gegen den zunehmenden Druck der Videonutzung setzte der Konzern in den 1980ern eine Qualitätsprogrammierung mit Independent Films und ausländischen Produktionen. Waren bis dahin die meisten Kinos in Kalifornien, übernahm Landmark 1982 Movies, Inc. in Santa Fe mit zwölf Leinwänden, 1989 die in Seattle angesiedelte Kette Seven Gables mit 33 Leinwänden. Außerdem baute man das kalifornische Netz weiter aus. 1995 öffnete die ersten drei Art-House-Multiplexe in Minneapolis, San Francisco und Cambridge, Mass. Heute bespielt die Kette 185 Leinwände in 54 Kinos (in 14 Bundesstaaten der USA). Nachdem sie anfangs der 1990er Jahre von der Samuel Goldwyn Company aufgekauft worden war (und bis heute oft unter Goldwyn/Landmark Theatres firmiert), gehört sie nach den Entflechtungen der MGM heute zur Metromedia.


Artikel zuletzt geändert am 29.07.2011


Verfasser: JH


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