Lexikon der Filmbegriffe

British Board of Film Censors (BBFC)

Das BBFC ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die seit 1913 auf Antrag lokaler Behörden eine Beurteilung und Klassifikation von Filmen vornimmt. Mit dem Video Recordings Act (1984) wurde 1985 auch der Videomarkt in ihre Zuständigkeit gegeben; aus der BBFC wurde das British Board of Film [and Video] Classification (BBF[V]C). Das BBFC wurde 1912 als British Board of Film Censors von der Filmindustrie gegründet und diente zunächst dazu, die Zensurvorstellungen national zu vereinheitlichen und bildet bis heute die zentrale Institution der Selbstkontrolle. Die lokalen Behörden, die die Verantwortung dafür tragen, was in den Kinos zu sehen ist, schließen sich in der Regel an die Voten der BBFVC an. Es gibt wenige Ausnahmen: so verhinderten einige Lokalbehörden die Aufführung des Monty-Pathon-Films Life of Brian (1979), obwohl der Film eine BBFC-Freigabe hatte; umgekehrt wurde 2002 die Freigabe von Spiderman (BBFC-Vorschlag: ab 12) heruntergesetzt. Immer wieder gab es Kontroversen um das BBFC – so, als 1984 Peckinpahs Straw Dogs (1971) in England verboten wurde (erst 1999 revidiert), oder als Pasolinis Salò o Le 120 giornate di Sodoma (1975) erst 2000 ungeschnitten in England gezeigt werden durfte.

Literatur: http://www.bbfc.co.uk/. – Johnson, Tom: Censored screams. The British ban on Hollywood horror in the thirties. Jefferson, NC [...]: McFarland 1997. – Mathews, Tom Dewe: Censored. What they didn't allow you to see, and why: the story of film censorship in Britain. London: Chatto & Windus 1994. – Robertson, James C.: The hidden cinema. British film censorship in action, 1913-1975. New ed. London [...]: Routledge 1993.

Referenzen:

Altersfreigaben: BBFC Ratings


Artikel zuletzt geändert am 03.03.2012


Verfasser: JH


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