Lexikon der Filmbegriffe

Einakter

engl.: one-reeler

Ein Kurzfilm, der genau auf eine Filmrolle passt (bis zu 300m 35mm-Film) und der meist ca. 15 Minuten lang (bei 16-18 B/S; bei 24 B/S reduziert sich die Länge auf 11min) ist. Die meisten frühen Filme seit 1908 sind Ein- oder Zweiakter gewesen, bis der lange feature film in den frühen 1910er Jahren dieses Format ablöste. Viele Komödien und Grotesken – wie die Stummfilme Keatons oder Chaplins – waren aber weiterhin Zweiakter. Bis heute ist die Rollenlänge eine äußerliche Längenangabe für den Kurzfilm geblieben. Selbst der Omnibusfilm 11'09''01 - September 11 (Großbritannien/Frankreich 2002), der aus elf Einzelfilmen besteht, die jeweils 11 Minuten, 9 Sekunden und 1 Bild dauern, nähert sich dem historischen Einakter-Format an.

Referenzen:

Akt

dramatische Szene

Dramolett

Ein- und Zweiakter

erotische Szene

komische Szene

nichtfiktionale Szene

Zwei-Akter


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: JH


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