Lexikon der Filmbegriffe

Low-Key-Stil: aufgehellter / unaufgehellter Low-Key-Stil

Der aufgehellte Low-Key-Stil steht zur reinen Low-Key-Variante im selben Verhältnis wie eine Dämmerungsaufnahme zu einer Nachtaufnahme. Aufgehellte Low-Key-Szenen lassen die tiefen dunklen Schwärzen des Low-Key-Stil vermissen. Die dunklen Bildpartien sind nur schwach durchzeichnet. Entsprechend dem ‚Dämmerungscharakter‘ sind die Bilder oft ‚suppig‘. Sie zeigen auch keine ausgeprägten Lichterdetails. Es sind ‚brillanzlose‘ Bilder. Eine Abart des aufgehellten Low-Keys besteht darin, Lichterdetails möglichst gänzlich zu vermeiden, sehr große Teile des Bildes in die Schatten versinken zu lassen und die Übergänge zwischen ihnen und den Mitteltönen weich zu halten. Diese Ausleuchtungsform ist besonders dazu geeignet, Armut, Not, Trostlosigkeit und Elend zu schildern.
Der unaufgehellte Low-Key-Stil (auch: out-of-balance-light­ing) zeichnet sich durch extrem harte Übergänge vom Hell zum Dunkel aus. Die Mitteltöne fehlen fast gänzlich. Die Schatten über­wiegen die Lichter bei weitem. Als Lichtquellen werden brillant strahlende Scheinwerfer verwandt. Diese Ausleuchtungsform eignet sich besonders zur Darstellung einer ungeschminkten Realität – zur Darstellung niederschmetternder Realistik.

Referenzen:

Licht

Licht / Filmlicht


Artikel zuletzt geändert am 24.01.2012


Verfasser: WS


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