Lexikon der Filmbegriffe

Diffusoren

Um das Licht „weicher“ zu machen, Konturen weniger scharf und Schatten weniger tiefschwarz und kantig erscheinen zu lassen, muss es breiter und feiner gestreut werden. (1) Dazu nimmt man einfachheitshalber ein Stück Tüll, Gaze oder Pergament, manchmal auch anderen feinen Stoff wie Fallschirmseide oder transparente Kunststoffe, die vor die Lichtquelle gehängt werden. Die sogenannten Streufilter oder Streuschirme, die früher oft verwendet wurden, waren Schirme aus geriffeltem oder mattiertem Glas, oft auch aus lichtdurchlässigem Stoff, die vor die Lampen gesteckt wurden. (2) Frühe Stummfilmateliers, die auf Tageslicht angewiesen waren, hatten große Planen, mit denen die Glasdächer abgedeckt werden konnten, um zu helles Licht zu dämpfen. (3) Bis heute werden bei Außenaufnahmen Butterflies oder Flieger verwendet – über den Köpfen der Schauspieler geführte Diffusorenflächen –, um zu verhindern, dass die Augenhöhlen zu stark ausschwärzen und ein Totenkopf-Eindruck entsteht.
 

Referenzen:

Butterfly

Kliegl light

Kontrast

Low-Key-Stil: aufgehellter / unaufgehellter Low-Key-Stil


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: JH


Zurück