Lexikon der Filmbegriffe

Low-Key / Low-Key-Stil

auch: Chiaroscuro-Beleuchtung; engl.: low key, low key light

Eine Low-Key-Ausleuchtung liegt dann vor, wenn es für eine Szene oder einen Film kein dominierendes Führungslicht gibt und das Grundlicht sich auf wenige Lichtquellen verteilt. Manchmal wird unterteilt in (1) reiner Low-Key-Stil, (2) unaufgehellter Low-Key-Stil, (3) aufgehellter Low-Key-Stil. Die verschiedenen Spielarten des Low­-Key unterscheiden sich hauptsächlich durch die Steilheit des Übergangs zwischen den Schatten, Mitteltönen und Lichtern sowie durch die Anteiligkeit der Lichter und den Grad der Allgemeinaufhellung. Bei allen drei Low-Key-Varianten werden die Szenen so ausgeleuchtet, dass große Bildteile undurchzeichnet sind. Primärschatten haben einen schnellen Fall-Off, der Hintergrund ist dunkel, das Licht ist selektiv eingesetzt, geringe Aufhellung, dunkle Hintergründe und niedriges Helligkeitsniveau im Szenenraum bestimmen den visuellen Eindruck. Unabhängig vom Standpunkt des Führungslichts hat man es durchwegs mit einer dunklen, kontrastreichen Szene zu tun.
Low-Key-Beleuchtung ist im Film Noir die vorherrschende Lichtstilistik gewesen. Charakteristischerweise findet man es auch im Genrekino, insbesondere der Thriller und der Horrorfilm haben sich die eher düsteren Anmutungsqualitäten des Low-Key zunutze gemacht.

Referenzen:

Jalousienschatten

Licht / Filmlicht

Licht

Low-Key / Low-Key-Stil

Low-Key-Stil: aufgehellter / unaufgehellter Low-Key-Stil


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: WS


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