Lexikon der Filmbegriffe

Triangle Film Corporation

Triangle ist ein Zusammenschluss dreier Männer, die mit ihren Firmen die Mutual verließen, nachdem sich die anderen Mitglieder geweigert hatten, den Griffith-Film Birth of a Nation (1915) zu finanzieren. Harry A. Aitken hatte allein das Risiko übernommen. Nach dem Erfolg des Films gründete Aitken am 20.7.1915 zusammen mit Adam Kessel und Charles O. Baumann (mit den beteiligten Firmen Reliance, Majestic – Aitken; Bison, K-B, Keystone – Kessel und Baumann) die Triangle, die über ein Gründungsvermögen von 5 Millionen US-$ verfügte. Verträge mit Griffith, Thomas Ince, Mack Sennett sicherten die Produktion von Qualitätsfilmen, die unter dem Label „Fine Arts“ vor allem von Griffith hergestellt wurden. Aufgabe der Triangle war der Verleih der Produktionen der Teilgesellschaften. Obwohl der Erfolg ausblieb und die Firma chronisch unterfinanziert war, baute Triangle große Ateliers in Culver City. Zuverlässige Einnahmen brachten Douglas Fairbanks‘ frühe Komödien, die William-S.-Hart-Western und Sennetts Slapstick-Filme. Schon 1917 verließen Ince, Sennett, Fairbanks, Griffith und Hart die Triangle, die Studios mussten an Goldwyn vermietet werden. Aitken versuchte, ältere Filme unter neuem Titel zu vermarkten. 1921 wurde er verklagt, die Firma musste 1923 liquidiert werden.

Literatur: Lahue, Kalton C.: Dreams for Sale. The Rise and Fall of the Triangle Film Corporation. New York: Barnes 1971.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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