Lexikon der Filmbegriffe

figure lighting

dt.: Aktionslicht, Gestaltausleuchtung

Separate Beleuchtung von Vordergrund (mit den Agierenden) und Hintergrund. Dabei kommt es zur klaren grafischen Abhebung der Szene vom Hintergrund. Basis der Vordergrundbeleuchtung ist die Verwendung von Führungslicht, Füll-Licht und Gegenlicht; es wird oft Aktionslicht genannt. Entwickelt haben sich im Laufe der Film­geschichte mehrere verschiedene Techniken: die 2-Punkt-Beleuchtung der An­fangszeit, die 3-Punkt-Beleuchtung und die 4-Punkt-Beleuch­tung.

– Bei der Zwei-Punkt-Beleuchtung, die von 1914 bis ca. 1917 der vorherrschende Beleuchtungsstil war, werden zwei Scheinwerfer aus verschiedenen Richtungen kombiniert, meist als Kombination von Frontallicht und Gegenlicht.
Sind hier Vorder- und Hintergrund noch sehr nah beieinander, werden die Akteure seit 1917 in der Lichtinstallation der Drei-Punkt-Beleuchtung klar von der Hintergrundbeleuchtung getrennt. Sie besteht aus einem Führungslicht, schwächerem Füll-Licht und einem Gegenlicht.
Bei der Vier-Punkt-Beleuchtung werden Führungslicht, Füll-Licht und doppeltes Gegenlicht kombiniert. Dieser Stil wurde besonders für den Profile-Two-Shot, die klassische Dialogsituation, bei der beide Partner im Bild sind, benutzt. Derartige Beleuchtungsarrangements wurden verstärkt eingesetzt ab 1920. 


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: WS


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