Lexikon der Filmbegriffe

High Key / High-Key-Stil

mit Einschränkung auch: Flat-Light­ing oder Notan-Lighting

Hauptsächlich diffuses Licht, langsamer Schattenfall, geringe selektive Beleuchtung, heller Hintergrund – High-Key ist der Beleuchtungsstil der maximalen Sichtbarkeit. Unabhängig vom Stand­punkt des Führungslichts handelt es sich dabei immer um eine helle Szene. Sie ist eine Bild- oder Einstellungsfolge in hellen, lichten Tonwerten. Bei der Ausleuchtung wird ein möglichst ausgeglichenes Be­leuchtungsniveau angestrebt. Ein High-Key ist in seinen Tonwerten weich graduiert, aber nicht un­scharf und verschwommen. Es gleicht vielmehr einer zarten Kohlestiftzeichnung. Mikroskopisch feine Bildeinzelheiten sind deutlich wahrnehmbar. Die kleinen Fältchen in den Lippen, Wimpern, Brauen sind durchaus scharf. Sie sind Mikrokontraste und bilden den eigentlichen Reiz eines High-Key. High-Key­ wird überall dort angewandt, wo auf einen glücklichen Ausgang des Geschehens hingewiesen werden soll; so ist die Screwball Comedy durchgängig in High-Key ausgeleuchtet. Er betont im allgemeinen Glück, Gelingen, Hoffnung und frohe Zuversicht.

Referenzen:

Licht / Filmlicht

Low-Key / Low-Key-Stil


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: WS


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