Lexikon der Filmbegriffe

Product Placement

dt. manchmal: Produktplatzierung; im Falle von Firmenwerbung: corporate placement

Eine Marketingstrategie, bei der spezialisierte Agenturen dafür sorgen, dass Produkte (von Sportartikeln über Kosmetikartikel, Kleidungsstücke bis hin zu Automobilen) so in einen Film platziert werden, dass der Zuschauer die in den Szenen tatsächlich wirksame werbende Absicht als solche nicht erkennt. Product Placement entwickelte sich schon in den 1960er Jahren in den USA und wird seit den 1980ern in wachsendem Maße auch in Europa eingesetzt. Absicht ist es, eine Werbebotschaft in den redaktionellen Programmen der Medien zu unterzubringen. Um das „placement“ zu erreichen, findet in jedem Fall im juristischen Sinn ein Leistungsaustausch zwischen dem Werbeträger und dem Werbenden statt. Das Produkt wird im natürlichen Umfeld der Sendung oder des Films gezeigt; teilweise unter mehr oder minder deutlicher visueller und/oder verbaler Heraushebung. Product Placement bezeichnet eine Werbebotschaft in jenen Teilen eines Mediums, die für Werbung nicht vorgesehen sind. Sie wird in ein narratives und emotionales Assoziationsumfeld integriert. Die Werbebotschaft ist für den Mediennutzer nicht als „Werbung“ erkennbar. Manchmal sind eigene Pressekampagnen gelaufen, die den Werbeaufwand einzelner Firmen (wie BMW für den James-Bond-Film Tomorrow Never Dies, 1997) öffentlich machten.

Literatur: Asche, Florian: Das Product Placement im Kinospielfilm. Frankfurt [...]: Peter Lang 1996.

Referenzen:

Schleichwerbung


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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