Lexikon der Filmbegriffe

hype

(1) Der Ausdruck taucht (als Substantiv und als Verb) in den USA der 1910er Jahre im kleinkriminellen Milieu als Bezeichnung für Wechselgeldbetrug auf: Der Täter behauptet, er habe mit einem größeren Schein als dem tatsächlich vorgelegten bezahlt und verlangt entsprechendes Wechselgeld. Von dort entwickelt sich die allgemeine Bedeutung ‚Betrug, Schwindel‘. Seit den 1950er Jahren im Bereich Werbung, Reklame und Marketing verwendet, wo der Terminus das intensive und rücksichtslos-marktschreierische Anpreisen von Artikeln und die Förderung (‚Promotion‘) von Personen meint. Als media hype im Bereich von Infotainment und Showbusiness auch das Erzeugen allgemeiner Aufmerksamkeit für Stars und Sternchen mittels (ganz oder teilweise) erfundener Sensationsmeldungen und durch Verbreiten von eindeutigen (positiven oder negativen) Werturteilen und emotionalen Identifikationsgründen.

(2) In engerer Bedeutung meint das Wort seit den 1960er Jahren auch einen Plan (oder eine entsprechende Situation), mit dem ein Opfer um Geld oder Besitz gebracht werden soll. In dieser Bedeutung taucht es im Caper-Movie, Gangsterfilm, heist movie, scam film und im Spielerfilm auf.

Material auf DVD: Media hype: when news coverage goes too far (ABC News Productions; directed by George Paul). Princeton, NJ: Films for the Humanities & Sciences 2003 [Teilaufzeichnung von ABC News' program 20/20, 12.7.2002].

Referenzen:

spoilers


Artikel zuletzt geändert am 30.07.2011


Verfasser: LK


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